Jahrgang 2024

Für uns am westlichen Kaiserstuhl startete der Jahrgang mit einem hohen Defizit an Winterniederschlägen. In ganz Deutschland konnten sich die Grundwasserspiegel und die Böden von der Dürre erholen. Bei uns blieb es in den tieferen Bodenschichten immer noch trocken. Die Niederschläge bei uns konnten den Boden nur bis zu einer Tiefe von ca. 30-40 cm durchfeuchten.

Der Austrieb erfolgte Anfang April gefolgt von ein paar sehr warmen Tagen.
Der Hauptflug des Maikäfers erfolgte kurz darauf.

Ende April gab es dann leider eine frostige Nacht. In vielen Weinbergen in Deutschland gab es Spätfröste. Hier am Kaiserstuhl sind die Schäden zum Glück überschaubar. Uns selbst hat es in ein paar Sanklagen getroffen.

Auf dem Weg in eine dieselfreie Zukunft haben wir dieses Jahr ein spezielles Anbaugerät gekauft. Mulcher (Rasenmäher), Fräsen und Kreiselwalzen benötigen einen Zapfwellenantrieb und Leistung vom Schlepper, was sich immer mit Dieselverbrauch bemerkbar macht. Da ein zukünftiger Einsatz von einem E-Schmalspurschlepper gleichzeitig auch ein bedachter Umgang mit der Leistung und Energiemenge bedeutet, haben wir bei einer Ausstellung den Busa Rotorgrubber entdeckt. Dieser benötigt nur etwas Zugleistung. Man rechnet mit ca. 15 kW pro Meter Arbeitsbreite bei einer Fahrgeschwindigkeit von 10 km/h.

Ein Video über den Busa Rotorgrubber haben wir auf Youtube https://youtube.com/watch?v=Jw2PDujG3Lo veröffentlicht.

Eine kleine Zusammenfassung und Gedanken zum aktuellen Jahrgang zum Standpunkt Anfang Mai gibt es ebenfalls auf Youtube Video https://youtube.com/watch?v=Ucg-pcAXcBU

Der Mai selbst war dann relativ kühl und wir hatten oft Niederschläge und nur wenige Tage, wo wir überhaupt die Weinbergsarbeit mit dem Weinbergsschlepper durchführen konnten.

Das kühlere Wetter war positiv, da die Triebe langsamer wuchsen und wir mit dem Heften viel besser mithalten konnten und keine all zu große Arbeit damit hatten.

Der viele Regen sorgte auch dafür, dass das Gras ebenfalls stark wächst und wir ständig wieder für Ordnung unter den Stöcken sorgen müssen.

Ein weiteres Problem mit nassen Böden neben der Bodenverdichtung beim Einsatz eines Schleppers ist die Gefahr des Abrutschens.

In dieser Anlage mit Steigung und Seitenhang rutschte die Spritze seitlich ab und es kam zu einem kleinen Schaden an der Rebzeile.

So wie es aussieht müssen wir dieses Jahr kaum Wasser fahren und die Weinberge in den Trockenstandorten beregnen. Wenigstens bleibt uns diese Arbeit erspart und eine volle Laubwand bedeutet auch normale Erträge in den Spitzenlagen und keinen Zwang zu sehr kleinen Erträgen.

Hier noch ein Video von Anfang Juni 2024 auf Youtube https://youtube.com/watch?v=8lFSluxCgzk