2019 Grauburgunder »X«

Professionelle Verkostungsnotiz von Stefan

verkostet als offene Verkostung am 04.07.2021 in München mit einem Gabriel Glas

Optik: mittleres Zitronengelb
Aroma Profil: mittel +
Primäraromen: reifes gelbes Steinost, Aprikosen, Weinbergpfirsich, Mango, Ananas, grüne Äpfel
Sekundäraromen: Brioche, Croissant, Zedernholz, Muskatnuss, Toast
Tertiäraromen:

Gaumen:
Säure: mittel / intergriert
Körper: mittel +
Süsse: trocken
Alkohol: 14 %
Holzeinfluss: mittlere Intensität von gebrauchtem Holz, Zedernholz, Muskatnuss, Toast
Hefeeinfluss: cremige Textur und Aromen von Brioche, Croissant
Tannin:
Balance: sehr gut
Länge: mittel+
Intensität: mittel+
Komplexität: hoch
Typizität: sehr hoch
Potential: 7 Jahre
Gesamteindruck: Dieser trockene, gehaltvolle Weisswein zeigt eine vielschichtige sortentypische Aromatik und gewinnt durch den wohldosierten Holzeinsatz und Hefelager an Komplexität. Die Säure ist integriert, balanciert den vollen Körper mit Extraktsüsse und das üppige Mundgefühl mit der cremigen Struktur sehr gut. Der Abgang ist mittel + und sehr harmonisch. Dieser Wein ist jetzt schon gut zu geniessen, wird aber über die nächsten Jahre Tertiäraromen entwickeln und an Komplexität gewinnen.

.
Verkostungsnotiz von Patrick

VERKOSTUNGSNOTIZ (Mai 2021)

Duft: Komplexe Nase nach Gaia Melone, etwas Butterbirne. Dazu dezente Vanille und eine Kokos Holz Note.

Gaumen: Am Gaumen Hefeschmelz und eine schön eingebundene mittlere Säure. Schöne Mineralik, cremige Textur und etwas Druck am Gaumen. Keine Bitterkeit und kaum adstringenz. Elegant und finessenreich.

Dieser Grauburgunder ist komplexer als der normale Grauer Burgunder aber nicht so Komplex wie die SJ Variante… Also irgendwie genau dazwischen

KELLERMEISTER’S NOTIZEN In manchen Jahrgängen koppeln wir einen ganz speziellen Grauburgunder aus dem Hauptcuvée heraus. In einer luftigen Lage mit zum Teil vulkanischem Boden aus der Lage Bischoffinger Rosenkranz stammen die Trauben für diesen Wein.

Im Jahr 2019 hatte wir wieder eine Ernte zum normalem Zeitpunkt ab Mitte September. In solchen Jahren bildet sich rechtzeitig eine schöne Fruchtaromatik in den Beeren, bevor das Mostgewicht zu sehr in die höhe schießt. Es war eine entspannte Lese mit idealem Wetter und keinerlei Botrytisinfektionen. Wir durften wieder schöne reifen Aromen einfangen und mit einer schönen langen Lagerung auf der Feinhefe, hat der Wein eine senationelle Qualität erreicht.

Im Keller wurde die große Menge als ganze Trauben schonend gepresst. Der Ausbau erfolgte in gebrauchten Tonneau. 14 Monate Lagerung auf der Hefe.

WEIN ANALYSE
Vergoren und ausgereift: 100% gebrauchten Tonneau
Lagerfähigkeit: 10-20 Jahre
Alkohol: 14% vol.
Säure: 6,2 g/l
Restzucker: 1,6 g/l
Zuckerfreier Extrakt: 23,4 g/l