2017 Blauer Spätburgunder »SJ«

Professionelle Verkostungsnotiz von Stefan
verkostet als offene Verkostung am 04.07.2021 in München mit einem Gabriel Glas

Optik: blasses Rubinrot
Aroma Profil: ausgeprägt
Primäraromen: Himbeeren, rote Johannisbeeren, rote und schwarze Kirschen Erdbeeren
Sekundäraromen: Vanille, Toast, Karamell, Brotkruste
Tertiäraromen: Waldboden, trockenes Laub, Kakaobohnen

Gaumen:
Säure: mittel+, eingebunden
Körper: voll
Süsse: trocken
Alkohol: 13,5 %
Holz // Hefeeinfluss: deutliche Holzausbauaromen von der Verwendung neuer Barriques
Tannin: hoch, dicht verwoben, elegant, samtig
Balance: hervorragend
Länge: sehr lange
Intensität: ausgeprägt
Komplexität: sehr hoch
Typizität: sehr hoch
Potential: 20 Jahre
Gesamteindruck: Dieser grossartige, sehr sortentypische, trockene Rotwein zeigt eine präzise, hochkomplexe Aromatik, balanciert den vollen Körper mit der sehr gut eingebundenen Säure hervorragend und hat ein hohes, elegantes, samtiges und schmeichelndes Tannin. Der Abgang ist sehr lange und der Wein zeigt eine enorme Entwicklung im Glas. Trotz der hohen Komplexität ist dieser Wein noch sehr jung und eine Flaschenreife von mehreren Jahren wird die strukturellen Komponenten weiter integrieren, die Entwicklung von Tertiäraromen fördern und diesen grossen Spätburgunder zu seiner vollen Geltung bringen.

VERKOSTUNGSNOTIZ von Patrick
Extrem intensiver dunkler Duft. Klare Einordnung und geprägt vom Vulkanboden. Dazu schwarze Kirschen und Waldboden unterlegt mit Vanille aus dem Barrique.
Große Fülle und Dichte am Gaumen, mittlere Säure. Das Tannin ist extrem fein und rund.
Sehr langer Abgang.

KELLERMEISTER’S NOTIZ

Die Trauben für diesen Wein stammen von unseren ältesten Rebanlagen aus der Toplage Oberrotweiler Eichberg auf vulkanischem Boden und von unserer besten Pinot Noir Lage im Bischoffinger Steinbuck. Der Jahrgang 2017 hatte einen normalen  Ertragsansatz und musste etwas ausgedünnt werden. Die Witterungsverhältnisse im Herbst waren einfach perfekt. Trockenes Wetter und nicht zu hohe Temperaturen brachten eine schöne Heranreifung der Trauben mit intensiven Aromen. Es gab bei der Lese nur etwas Sortieraufwand und beschränkte sich auf das aussortieren von eingeschrumpelten und angestochenen Beeren.

Die Maischegärung dauerte vier Wochen, anschließend ruhte der Wein für 12 Monate in neuen Barriquefässern. Die besten Fässer wurden dann für diesen Wein verwendet.

34% aus unseren alten FR 52-86er Klonen aus dem Oberrotweiler Eichberg
66% aus den Pinot Noir 777 Klonen von der Lage Bischoffinger Steinbuck

WEIN ANALYSE Gärung: 4 Wochen 100% Maischegärung
Ausreifung: zu 100% in neuen Barriques, 225l, 12 Monate
Lagerfähigkeit: mind. 15 Jahre

Alkohol: 13,5 % vol.
Säure: 5,0g/l
Restzucker: 2,0 g/l
Zuckerfreier Extrakt: 26,0 g/l