Ernte 2016 – die zweite Lesewoche

Durch das feuchte und sehr warme Wochenende ist die Botrytis beim Rivaner ausgebrochen…

Am Montag wurden deshalb diese Anlagen schnell abgeerntet und im Weingut sortiert.

 

Am Dienstag wurden die Rivaner Trauben aus unserer gefrosteten Anlage geerntet. Nachmittags gin es dann in den Bischoffinger Steinbuck zur Pinot Noir Lese. Mit hohem Aufwand und extrem akribisch wurden hier die Trauben im Feld perfekt sortiert. Allerdings landeten ein paar „saure“ Trauben im Bottich und wurden im Weingut bei der Endkontrolle aussortiert.

 

 

Ernte 2016 – die erste Lesewoche

Am 19. begann die Lese mit Sektgrundwein. Da wir 2015 zu spät dran waren und schon zu hohe Mostgewichte hatten, haben wir es dieses Jahr genau getroffen.

Im Video zeigen wir wie weit die Kirschessigfliege dieses Jahr Schäden verursacht hat. Dann ging es weiter mit einer speziellen Pinot Noir Selektion für die Ganztraubengärung.

Am 4. und 5. Lesetag wurden die ersten Rivaner Trauben gelesen und im Weingut sortiert. Ebenso Pinot Noir aus Anlagen mit hohem Anteil an Schrumpelbeeren. Die ersten Grauburgundertrauben wurden ebenfalls schon gelesen.

Alles in Allem eine gemütliche Woche ohne viel Stress. Die Reife in den anderen Anlagen war noch nicht ganz da, so dass wir am Wochenende uns eine kleine Pause gönnen konnten.

Sommer 2016 und der bisherige Verlauf der Vegetation

Im folgenden Video hat Patrick die Situation in diesem Jahr wunderbar erklärt und zusammengefasst:

Der Jahrgang begann mit einem relativ mildem Winter. Im März blieben die Temperaturen ebenfalls moderat, aber es war schön trocken und sonnig. Der April startete dann feucht und kalt… Ideal, damit wir das Biegen der Ruten beenden konnten, bevor es zum Austrieb Mitte / Ende April kam.

Leider hatte es uns dann Ende April in zwei Sanklagen mit Spätfrost erwischt. Zum Glück gab es noch ein paar gesunde Triebe auf den Ersatzruten. Allerdings werden wir hier im Herbst viele unterschiedlich reife Trauben haben und eine erhöhte Sortierarbeit.

Hier unser Video zum Thema Spätfrost und Ersatzruten…

Der Mai hatte es in sich… Extrem viele Niederschläge und nur wenige Tage, wo es trocken genug war um das wachsende Gras unter den Stöcken in Griff zu bekommen.

Im März war es noch trocken und einfach mit der Bodenbearbeitung…

… aber irgendwann wuchs das Gras wieder viel schneller…

Im Juni, kam dann das nächste große Tief. Kaltes Wetter und weiterhin viele Niederschläge bereiteten den Winzern extrem große Sorgen.

Vor Allem die Pilzkrankheit Peronospora liebt Nässe und Wärme… und in manchen Fällen können die Winzer nur noch zuschauen, wie die Ernte in diesem Jahr dadurch stark dezimiert wird…

Die Blüte fing dann auch relativ spät an. Gleichzeitig gab es dazu bescheidenes Wetter, so dass nicht alle Kerne befruchtet wurden und es zu natürlich niedrigen Erträgen kommt. Also ideale Vorraussetzungen für eine hohe Qualität.

Jetzt hoffen wir auf sehr heißes Wetter, damit sich die Kirschessigfliegen nicht weiter vermehren. Bis dahin müssen wir für eine gute Entblätterung der Traubenzone sorgen.

Leider scheint der super heiße Sommer doch nicht zu kommen, so dass wir stark mit der Kirschessigfliege rechnen müssen.

Wohl dem, der dann dank optischer Sortiermaschine bestens dafür ausgerüstet ist.

 

Spätfrost und die Ersatzruten


Ende April wurden einige Anlagen vom Spätfrost getroffen.
Zum Glück gab es gesunde Triebe an den Ersatzruten.
Jetzt mussten diese Ersatzruten um den Draht vorsichtig gewickelt werden.
Habt Ihr weitere Fragen zum Jahrgang und zu unserer Arbeit, die Ihr gerne als Video hier oder auf Youtube sehen möchtet?
Sendet uns einfach eine Email…

Deutschlands bester Gewürztraminer !!!

gewuerztraminer1 gewuerztraminer2In der aktuellen Vinum (Heft Januar / Februar 2016) gibt es ab Seite 72 ein Artikel über Muskateller und Gewürztraminer.

Darin hat unser 2011er Gewürztraminer „Bischoffinger Steinbuck“ die Auszeichnung „Best Buy“ erhalten.

Mit 17,5 Punkten lag er nur knapp hinter den zwei Vendanges Tardives aus dem Elsass, die mindestens 3,5mal so viel kosten.

Es ist schon beeindruckend, wie viele Betriebe im Elsass diese Rebsorte kultivieren und es einen speziellen Markt für diese Rebsorte gibt.

Wir kennen die Rebsorte ja schon lange… und vor einigen Jahren hatte Karl Heinz die Idee… „Wir sehen ja immer das wunderbare Panorama nach westen zu den Vogesen mit den vielen Weinbergen im Elsass. Es wäre doch einfach etwas Schönes  wenn wir diese Spezialität ebenfalls hier am Kaiserstuhl auf einem schweren Vulkanverwitterungsboden pflanzen würden.“

Gesagt, getan… doch hat der Wein es recht schwer im Verkauf hier am Kaiserstuhl. Intensiv-Aromatische Rebsorten haben in Deutschland keinen hohen Stellenwert. Der Kaiserstuhl profiliert sich eher mit seinen Burgunderrebsorten. Aromatische Sorten werden überwiegend nur auf Weinfeste im günstigen Segment konsumiert.

Mittlerweile waren wir auch stark am Überlegen, ob wir nicht einen Teil der Gewürztraminer Anlage umveredeln sollen….

… aber vielleicht ist das jetzt gar nicht mehr notwendig.

Übrigens haben wir 2006 in Neuseeland ebenfalls ein paar Stöcke Gewürztraminer gepflanzt… Solche intensiven Aromen in einer Traube haben wir sonst nirgendwo erlebt… Allerdings ist die Menge zu gering um daraus einen eigenständigen Wein zu füllen…

Es gibt nur noch Gute Jahrgänge :-)

Dieses Jahr haben wir eine optische Sortiermaschine im Einsatz.

Zum Glück ist diese zur Zeit fast nicht notwendig, aber dennoch für uns wichtig, um für schwierige Jahrgänge in Zukunft gut gerüstet zu sein.

Diese Woche wurde die Maschine nach unseren Wünschen und Vorgaben eingestellt. Mittlerweile finden wir auch einige Rebanlagen, in denen das feuchte Wetter zu etwas frischer Fäulnis geführt hat. Gut so, damit können wir die Maschine auf Herz und Nieren testen.

Hier passend dazu unsere Ernteberichte von dieser Woche, bei der wir auch diese Sortiermaschine im Einsatz hatten.

Die 3. Lesewoche startete mit der intensiven Sortierung unserer Spätburgunder Trauben…

Am 14. Lesetag haben wir versucht grüne Beeren mit unerwünschter Aromatik von den reiferen gelben Beeren mit tropischer Aromatik zu trennen:

Am 15. Lesetag haben wir den Rivaner maschinell nachsortiert…

und am 16. Lesetag…

Am 16. Lesetag haben wir Spätburgundertrauben im Weinberg sortiert und eine Variante davon im Weingut noch einmal nachsortiert.
Aber was genau wurde von der optischen Sortieranlage heraussortiert?

Ab 1:30 schauen wir ob die Merlot Trauben noch reifen dürfen?
und ab 2:03 gibt es eine Erklärung zum Thema „grüne Lese“

Mittlerweile laden wir auch unsere Kollegen vom ganzen Kaiserstuhl ein, diese Maschine anzuschauen.
Unsere Aufforderung, ob jemand ein paar Grauburgundertrauben mit Essigfäule zum Testen vorbeibringen könnte, wurde mit dem Hinweis verneint, dass es sowas dieses Jahr nicht geben würde…

… aber egal, es könnte auch Sonnenbrandflecken, Isektenfraßschäden, Botrytisinfektionen durch Sauerwurm oder sonstige erwünschte Sortierungsmöglichkeiten sein.

Wie wäre es z.B. mit der Sortierung von Gewürztraminer nach Farbe?
gewürz

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Sensationelle Bewertung für unseren 2011er Blauer Spätburgunder »SJ«

bssj11 weinwisser18/20 Punkten im Weinwisser
Das freut uns und wir sind ein klein wenig stolz darauf.
Es zeigt uns auch dass diese Stilistik nicht nur sehr gut bei unseren Kunden, sondern auch bei den Kritikern ankommt!

Verkostungsnotiz von Thorsten Kogge:
„Ein Meisterwerk. Im Glas mit etwas dreckigem Rubinrot. Die Nase wird dominiert von Feuerstein, etwas Zündpulver und Quarz. Am Gaumen setzt sich das fort, dann jedoch zur Mitte hin mehr Frucht und Saft, zum Ende hin dann wieder ganz „vulkanisch“ mit vielen expressiven mineralisch-salzigen Tönen. Mit etwas Luft dann Kakao und feuchtes Leder. Die 14,5 % zeigen sich mit Luft noch besser integriert, die Tannine sind samtig genug, um den Wein harmonisch zu halten. “

Nachricht von Helmut Knall:
„Patrick sag einmal, was habt ihr denn da 2011 für Granaten Spätburgunder gefüllt. Ich trauere ja jetzt schon, dass ich die aufgemacht habe. Scheissjob. Immer viel zu jung kosten müssen. Kompliment auch an den Senior.“

Jetzt zur Herbstzeit beginnt wieder die Rotweinzeit…
… Kommt doch einfach vorbei, schaut euch die Verarbeitung im Keller an und probiert einfach unsere komplexen und kraftvollen Rotweine !!!

Die 2. Lesewoche … Ernte 2015

Der 7. Lesetag

Wir beginnen unsere 2. Lesewoche mit der Ernte von Rivaner.
Danach wird der Pinot Noir weiter geerntet und im Weingut sortiert.
Folgende Fragen werden in diesem Video beantwortet:
Was sind das für weiße Flecken auf den Beeren? (1:06)
Was ist die Kaltmazeration? (2:03)
Wieso werden die Weißweinmoste nach dem Pressen gekühlt? (2:46)

Der 8. Lesetag

Am 8. Lesetag wurde der Weißer Burgunder SJ und am Nachmittag wieder Spätburgunder geerntet.

Für die Frage „Wie macht man Blanc de Noirs aus Rotweinsorten? “ hab ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen…

… Kunst aus kleinen Tröpfchen …

Viel Spaß beim anschauen

Der 9. Lesetag

Der Tag begann mit etwas Regen…
egal die goldgelben Auxerrois Trauben durften eingebracht werden.
Nachmittags wurden die Cabernet Dorsa Trauben mit viel „Speed“ geerntet.
… frei nach dem Motto „Wie schnell kann man einen Eimer befüllen?“
Nachts sind dann noch ein paar neue Fässer eingetroffen…
… und ein paar schöne Trauben von ganz weit weg…

Der 10. Lesetag

Trotz Regen ging die Herbstmannschaft heute hinaus etwas Rivaner zu ernten…
… um die Trauben dann im Keller trockenschütteln zu lassen…
Patrick hatte dann noch Probleme mit der 2. Presse…
… und möchte am liebsten nur noch Neuer Süßer trinken

Der 11. Lesetag

Heute gab es Sonnenschein und einen leichten Wind…
Ideale Bedingungen um die Trauben noch ein wenig länger hängen zu lassen…
In diesem Video wird noch erklärt, was mit den süssen Beeren der Pinot Noir Ganztraubengärung passiert.
Übrigens hab ich nur noch eine offene Frage in der Pipeline…
… und wir ernten noch ca. 2 Wochen…

Zum Schluss noch eine Frage an Euch:
„Welche Pinot Noir Stilistik gefällt Euch mehr?“
Die reifere Dunkelfrucht-Aromenstilistik wie z.B. in unserem 2011er
… oder eher Rotfruchtstilistik wie z.B. aus dem Jahr 2013 ?

Der 12. Lesetag

Unser 12. Lesetag beginnt wieder einmal mit einer Weißweinsorte… dieses Mal Chardonnay
…. und Nachmittags mit einer Rotweinsorte ( Pinot Noir )
Aber warum denn das?
Und wieso gibt es bei den Rotweintrauben ab und zu solche grünen Trauben?
Die Auflösung gibt es wie immer im Video
🙂

Ihr habt weitere Fragen, Anregungen ??? Immer her damit und ab in die Kommentare !!!

chardonnay hand

Interaktive bewegte Bilder zur Ernte 2015 … 1. Lesewoche

Dieses Jahr wird die Ernte viel einfacher und entspannter als in den vergangenen zwei Jahrgängen.
Dazu möchten wir viel mehr Videos darüber produzieren und quasi fast live und interaktiv von der Ernte berichten.

Falls Ihr irgendwelche Fragen habt könnt Ihr diese gerne als Kommentar hinterlassen… Im nächsten Video werden wir diese dann so gut wie möglich gerne berücksichtigen.

Aber zuerst noch eine Frage an unsere Fans…
„Welche Aromen im Sauvignon Blanc mögt Ihr mehr? Grüne Aromen nach Gras / Holunder / Stachelbeere oder reife Noten nach tropischen Früchten ?“

Der 1. Lesetag

Heute starteten wir mit den tropisch reifen Sauvignon Blanc Trauben… Ein paar grün-grasige waren aber auch noch dabei. Im Weingut wurden die dann abgebeert, damit sich die Aromastoffe aus den Schalen etwas herauslösen können. Am Nachmittag ging es dann weiter mit Spätburgunder für eine Ganztraubengärung.

Der 2. Lesetag

Heute ist die Herbstmannschaft den ganzen Tag auf dem Bischoffinger Steinbuck.
Weiter geht es mit der Pinot Noir Lese für die Ganztraubengärung.
Im Keller wird die Presse mit der Sauvignon Blanc Maische gefüllt.

Der 3. und 4. Lesetag

Die Ernte läuft nun rund und zur Zeit wird morgens Grauburgunder und Nachmittags Pinot Noir geerntet… … leider konnte ich nicht alle Video Clips verwenden… Die Kamera war zwischendurch auf Zeitlupe eingestellt ???… egal wir wünschen trotzdem Gute Unterhaltung 🙂 … und nicht vergessen wir freuen uns auf ganz viele Fragen und Kommentare !!!

sonne3

Der Jahrgang 2015 bisher am Kaiserstuhl

EnblätterungEs ist nach dem bisherigem Verlauf ein Durchschnittsjahrgang. Der Zeitpunkt des Austriebs und der Blüte liegt im mittlerem Bereich. Von den Hagelschäden im Mai sind wir zum Glück verschont geblieben. Die Wasserversorgung zum Zeitpunkt des Triebwachstums war optimal und deshalb gab es bis jetzt  keinerlei Streßfaktoren für die Reben. Die Blüte startete in den guten Lagen bei sehr warmen Wetter und war schnell vorüber. In den kühleren Lagen setzte sie ein paar Tage später ein, bei schlechterem Wetter, so dass es zu ein paar Verrieselungen kam… ideal für eine natürliche Ertragsregulierung.

Jetzt ist bei uns ein heißer Sommer vorhergesagt und das ist gut so, da es die Population der Kirchessigfliegen eindämmt. Ideale Bedingungen für einen sehr guten Jahrgang.

Allerdings wird der Versand der Weine etwas problematisch…